Fridays for Future: In der Schule nicht aufgepasst?

Ich hab es geahnt.

Das wird von deutschen Schülern gerne nachgemacht.

Als ich die Berichte über die schwedische Schülerin Greta las, die auf einen Teil ihrer Bildung verzichtet.

Freiwillig verzichtet.

Sie geht freitags nicht zur Schule, sondern demonstriert auf Schwedens Straßen gegen den von Menschen verursachten Klimawandel.

Das ist ein Thema für Presse und TV.

Da legt sich ein Teenager mit den Gewaltigen der Welt an und liest denen die Leviten.

Ich weiß zwar nicht, ob sie von einem Konzept abgelesen hat, als sie auf der Klimaparty in Kattowitz reden durfte, aber immerhin ist ihr Slogan “ Fridays for Future“ bei unseren deutschen Schülern angekommen.

Ist doch eine tolle Gelegenheit, freitags den Unterricht zu schwänzen, endlich mal wieder ein Thema gefunden zu haben gegen das man protestieren kann, ohne auch nur das geringste Faktenwissen zu besitzen.

Das ist wohl von mir eine gewagte Behauptung, aber mein fast 40 Jahre langes Lehrersein bestärkt mich in meiner Vermutung.

Ich darf das am Beispiel der Luftzusammensetzung einmal erläutern.

Dieses Thema habe ich laut Lehrplan ( ja, den gab es noch zu meinen Zeiten) meist in Klasse 6 oder 7 behandelt.

Das lässt sich aber nicht in Videos zeigen, darüber kannst du auch keinen Film vorführen, dazu muss der Schüler sich die Informationen beschaffen oder ( welch ein pädagogischer Frevel ) der Lehrer erklärt es ihm.

Dieses Wissen scheint allerdings nicht besonders tief in die Gehirnwindungen vorgedrungen zu sein.

Bereits beim Leistungstest war die Hälfte der Schüler nicht mehr in der Lage, die Zusammensetzung unserer Luft fehlerfrei aufzuschreiben.

Eine Kontrollfrage ein Schuljahr später, man will ja auf ein gewisses Basiswissen aufbauen, führt zu atemloser Stille im Klassenzimmer.

Nichts.

Nichts mehr da, ist ja auch verständlich, wie soll man sich etwas merken, das man nicht sehen und auch nicht riechen kann.

(Nachtrag vom 15.6.2019: Laut Mama Thunberg kann Greta als einziger Mensch auf dieser Welt das CO2 sehen. Kaufen sie aber deshalb nicht diesen Schmarren von Buch, das rentiert sich für sie nicht. Nur für die Thunbergs)

Ne, Schule kann man allgemein betrachtet nicht besonders gut riechen.

Vor allem wenn es um Faktenwissen geht, stinkt sie manchen Schülern regelrecht.

Und, das behaupte ich jetzt einfach mal so: Mindestens 90 Prozent der demonstrierenden Schüler können sich an das Basiswissen bezüglich der Luft , unter besonderer Berücksichtigung des Klimakillers CO2, nicht erinnern oder haben noch nie etwas davon gehört.

Deshalb jetzt: Wir wiederholen!

Also die Luft besteht zu 21 Prozent aus Sauerstoff.

Dann fehlen noch beinahe 80 Prozent von irgendetwas.

Verflixt, was ist das bloß.?

Ach ja, der Stickstoff in der Luft macht 78 Prozent aus.

Dann  gibt es noch ein paar Edelgase wie Krypton, Argon, Xenon, Neon usw.

Jetzt sind wir bei beinahe 100 Prozent – bekanntlich geht Mehr nicht, wenn man im Mathematikunterricht aufgepasst hat.

Aber der demonstrierende Schüler will jetzt noch unbedingt dieses CO2 in der Luft unterbringen.

Das soll ja bekanntlich in Massen in der Luft vorkommen und vor allem wir Menschen sollen daran schuld sein.

Wir fahren zuviel Auto, unsere Heizungen blasen es in die Luft und dann noch die bösen Kohlekraftwerke.

Aber – verzweifelter Blick zum Faktenwisser – das kann doch nicht wahr sein!

Wir haben ja kaum noch Platz für das CO2 in unserer Luft.

Stimmt! Brauchen wir auch nicht, denn es kommt verschwindend gering in der Luft vor.

Es kommt nur mit 0,038 Prozent in unserer Atemluft vor.

Vielleicht in der Zwischenzeit etwas mehr, aber sogar doppelt soviel –  von beinahe nichts ist auch das Doppelte immer noch beinahe nichts.

So, das wärs bezüglich der Fakten.

In der Luft sind etwa 0,038 Prozent CO2.

Und das versaut unser ganzes Klima und deshalb protestieren wir, deshalb sehen wir einen Schulbesuch nicht mehr als sinnvoll an, denn dieses menschengemachte CO2 raubt uns unsere Zukunft.

Warum deshalb noch in die Schule gehen?

Das ist ja die Motivation der schwedischen Schülerin Greta.

Jetzt aber mal aufgepasst. es gibt ja auch noch das Fach Mathematik.

Ein klassisches Schulfach und deshalb möchte ich dem Leser etwas vorrechnen.

Das CO2 , das in unserer Luft vorkommt, wird zu 96 Prozent von der Natur selbst gemacht.

Deshalb habe ich als Begleitbild zu diesem Text Bilder vom Vulkan Ätna eingescannt.

Der klägliche Rest von 4 Prozent ist vom Menschen selbst gemacht.

Jetzt heißt es rechnen: 4 Prozent von 0,038 Prozent sind ?

Nach meinem Taschenrechner: 0,00152 Prozent.

Aus einer anderen Quelle habe ich den Prozentsatz für Deutschland gefunden, den wir zu Erhöhung des weltweiten CO2 Anteils beisteuern.

Das sind so etwa 3 Prozent.

Somit ergibt sich  eine Wahnsinnszahl, für die es sich zu demonstrieren lohnt: 0,0004712 Prozent.

Deutschland beeinflusst mit 0,0004712 Prozent das CO2 in der Weltluft.

Deshalb taucht in jeder Politikerrede die Forderung auf, dass man etwas tun müsse, dass man jetzt noch gegensteuern könne, um das Weltklima zu retten, um der Jugend eine klimasorgenfreie Zukunft zu ermöglichen.

Und der Hinweis, dass die Rettung des Weltklimas durch Deutschland uns natürlich etwas kosten würde, man schätzt so etwa 50 Milliarden im Jahr.

Ich will die Rechnerei nicht auf die Spitze treiben, wenn ich den menschengemachten deutschen CO2 Anteil jetzt noch auf jeden Kopf der deutschen Bevölkerung verteile.

Zumal:

Mein Taschenrechner streikt bei 0,0004712 geteilt durch 82 Millionen.

Ne, soviel Nullen hinter dem Komma kann er nicht anzeigen.

Ist ja auch noch ein uraltes Schulmodell, hat mindestens schon 30 Jahre auf dem Buckel.

Beinahe soviel Jahre hat mein alter Diesel auf den Kolben, mit dem ich jetzt Brötchen holen fahre.

Das ist auch eine Form des Protestes.

Also bis nächste Woche, dann seid ihr wieder a bissle gscheiter. Hoffentlich!

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Zu meinen Fotos :

Natürliches CO2 entsteht unter anderem bei Vulkanexplosionen, wie zu sehen beim Ätna.

CO2 kann man nicht riechen, kann man nicht sehen.

CO2 ist kein Giftgas, es ist ein Spurengas

Co2 ist lebenswichtig für die Ernährung der Menschheit.(Photosynthese)

Pflanzen gedeihen bei hohem C02 Gehalt deutlich besser und produzieren somit auch mehr Sauerstoff. Eine Verdopplung des CO2 Gehalts in der Luft ist völlig unproblematisch.

Eine Verringerung des CO2 Gehalts der Luft unter etwa 2oo ppm würde alles Pflanzenwachstum ersterben lassen. Die Grünen wollen dies einmal ausprobieren, ob das auch stimmt.

Dieselbetriebene Autos gehören verschrottet, nur das E-Auto rettet unser Klima. ( Hurra! )

 

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