Aliens oder was ?

…das Aufeinandertürmen gewaltiger Steinblöcke so ganz nebenbei erwähnt und die Gesichtssymetrie der Pharaostatuen, eine bildhauerische Meisterleistung, einfach übergangen…

Glauben Sie auch nicht an Außerirdische?

Marsmenschen, die uns besuchen wollen, sind ja –  seit der Landung eines Satelliten auf dem roten Planeten –  als eine reine Sience-fiktion-Version abqualifiziert.

Es könnte sie dennoch gegeben haben, wahrscheinlich haben sie sich aber vor der absehbaren Invasion von Menschen des Nachbarplaneten Erde aus dem Staub gemacht.

Aber, das lässt sich durch die zur Erde übermittelten Fotos gnadenlos deutlich sagen :

Das waren schon faule Säcke!

Keine einzige Spur haben sie zurückgelassen, kein Bauwerk, keine Straße, keine Weltraumabschussrampe, einfach nichts.

Und dabei lagen auf dem Nachbarplaneten genügend Steine und  Felsbrocken herum, aus denen man was Vernünftiges machen hätte können.

Fleiß scheint eine typische Eigenschaft nur der Erdenbewohner zu sein.

Etwas Vernünftiges, wie es die Iren seit Jahrhunderten mit ihren Steinen tun.

Einfach mal zusammentragen und dann – ein bisschen Geschick vorausgesetzt – zu Mauern aufgeschichtet.

_DSC0707

Ich habe in den letzten Jahren in meinem Garten so manche Trockenmauer aufgeschichtet und kenne die Problematik, dass die lieben Steinchen der Schwerkraft folgen wollen und sich irgendwann einmal am Fuße des Mäuerchens zu einem kleinen Plausch zusammentun. _DSC0365Von Mäuerchen kann man aber bei den –  flächendeckend über Irland – vorzufindenden Mauern wahrlich nicht sprechen.

Ich bin mir sicher, wenn ein Statistiker die Gesamtlänge der irischen Mauern erfassen könnte, dass dann die berühmte Chinesische Mauer ein trauriges Bild abgeben würde.

Hier also mal die Mauern Irlands.

Nein, sie haben nur indirekt mit dem Reiserätsel etwas zu tun, sind sie doch alle garantiert von Menschenhand errichtet.

_DSC0363

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_DSC0735Das sind ziemlich neu errichtete Mauern, die den Bewegungsdrang der Schafe ein wenig eingrenzen sollen.

Ich habe mit dem Bauer gesprochen und erfahren, dass er so etwa 1000 Brocken mit dem Frontlader im letzten Jahr aus dem Uferbereich des Sees auf seine Ländereien geschafft hat, nur um die Mauern in Stand zu halten.

In einem Jahr!

Lassen Sie mal einige hundert Jahre vergehen, dann werden wir uns mit der Frage beschäftigen, wer denn früher mal so blöd war und sich mit diesen Steinbrocken abgemüht hat.

Gut, man wird sich noch an den Künstler Goldsworthy erinnern, an dessen Steinkunstwerke, aber wahrscheinlich werden sie auch nur noch in Bildbänden zu bewundern sein.

Mal schauen, ob ich im Internet ein passendes Bild finde.

Ja, tatsächlich.

Schauen sie selbst.

https://lh5.googleusercontent.com/-RPtVhWcCwR8/T1JPnZkZrxI/AAAAAAAAA6Y/f-aAA1jSDUI/w800-h800/Andy%252BGoldsworthy%252BSculpture%25252C%252BStone%252BRiver.jpg
Quelle: Internet

Allerdings weiß ich, dass der gute Goldsworthy nur die Idee zu diesem Projekt hatte, zur Realisierung stellte er doch tatsächlich Iren und Schotten an, die diese Kunst des Steinaufsetzens beherrschten.

Also, ein solches Kunstwerk von Mauer wird niemals als Zufallsprodukt der Natur bezeichnet werden können und ich verbürge mich für eine mindest 1000 jährige Verfallsgarantie.

Aber gibt es in Irland überhaupt ein Mäuerchen, von dem man sagen könnte, das wurde dann und dann von dem und dem gemacht?

_DSC0751Kaum.

Es sei denn, Sie fahren nach Newgrange.

Es liegt etwa eine Autostunde nördlich von Dublin, man benötigt einen Mietwagen, um da hinzukommen und diese Sehenswürdigkeit lockt daher nur echte Steinzeitfreaks an, während der größte Teil der Kurzzeiturlauber Irlands Hauptstadt  wegen der Vielzahl an Pubs aufsucht.

Und für manchen wäre die Sache ja auch viel zu gefährlich, führt der Weg doch – für mich – über privates Gelände und da muss man sich schon ein bisschen vor den Kerry-Gold-Produzenten in Acht nehmen.

In Irland sind die Kühe nämlich besonders glücklich, stellt ihnen der Bauer doch einen Bullen zu Seite.

Vor Betreten der Weide ist es also sinnvoll zu testen, ob man im Fluchtverhalten den Sprung über die Mauer schafft.

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Also auf nach Bru na Boinne.

Über die Autobahn sind wir von Dublin aus in nördlicher Fahrtrichtung in knapp einer Stunde im Tal des Boyne und genießen den Blick über saftige Wiesen und einen gemütlich sich dahin schlängelnden Fluss.

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Jetzt müssen wir nur noch das Besucherzentrum finden, denn einfach so über die Wiesen schlendern, das geht gar nicht – denken Sie einfach mal an die Hinterlassenschaften bestimmter Tiere  und ein Anmarschweg von etwa drei Kilometer ist für die heutige Menschengeneration einfach zu beschwerlich.

Also, wo ist der Bus?

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Nach diesem kurzen Weg über den Boyne zur Abfahrtsstelle der Busse sehen wir „ES“.

Ein seltener irischer Sonnenstrahl lässt den Haufen Steine weiß erstrahlen, ja, beinahe bin ich geneigt, nach meiner Sonnenbrille zu greifen.

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Soviel für heute aus Irland – aus einer Zeit, als in Ägypten noch keine einzige Pyramide stand, als Stonehenge noch nicht einmal angedacht war und wir im alten Germanien zu den Barbaren zählten.

Lesen Sie weiter in meinem Blog: „Können Steine reden?“

 

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